Die Stoa wird in drei Bereiche gegliedert: zum einen die Physik, die sich mit der Welt und den materiellen Gegebenheiten beschäftigt, die Logik, die aus Dialektik, Rhetorik und der Erkenntnistheorie besteht und schliesslich der Ethik, das Zentrum einer jeden Philosophie.
Als einfache Zusammenfassung dieser Lehre dient die "Gartenmethapher":
Die Logik ist der Zaun, die den Garten umgibt. Sie begrenzt unser Erkennen und unsere Wahrnehmung. Ere bildet den Rahmen für Urteile und Schlüsse, unser Denken und schliesslich auch ethisches, sittlich richtiges Handeln.
Der Baum im Garten entspricht der Physik. Er repräsentiert die Einheit von Gott und Natur, von Materie und göttlicher Idee, die Alles durchdringt (Logos). Darüber hinaus steht die Stoa für eine streng deterministische Weltanschauung, in der der Mensch und sein Handeln lediglich ein Teil einer langen Kausalkette sind, die er selbst nicht frei beeinflussen kann.
Die Frucht ist schliesslich die Ethik. In ihr reift die Erkenntnis wie man im Einklang mit der „Allnatur“ ein gutes Leben zu führt, mit dem Ziel Tugenden wie Weisheit, Genügsamkeit, Leidenschaftslosigkeit und Gelassenheit zu erlangen.